Die sehr kleine Aderklemme wird mit einem Hebel über die Klinge gespannt und mit der langen Seite auf die Haut platziert. Durch Fingerdruck auf den seitlichen Auslöser wird die Klinge frei. Diese dringt dann mit hoher Geschwindigkeit einen halben Zentimeter tief unter die Haut. Der Aderlass-Schnäpper erreichte Blutgefäße und erzeugte einen durchgehenden Blutfluss.
Das austretende Blut wurde in der Aderlass-Schale aufgefangen. Wie viel Blut entzogen wurde, war vom Grundleiden abhängig. Es wird vermutet, dass bei präventiven Aderlässen im 18. Jahrhundert zwischen 180 und 300 Gramm Blut entzogen wurden, also weniger als bei einer Blutspende heute.
