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„Heiligendammer Reutergeld“  

Um in der Zeit der Inflation nach dem Ersten Weltkrieg Geld für die Stadtkasse zu sammeln, wurde das Reutergeld in Umlauf gebracht.

Das „Heiligendammer Reutergeld“ wurde 1921 mit den Werten 10 Pfenning, 25 Pfenning und 50 Pfenning herausgegeben. Auf den Scheinen sind Motive aus Heiligendamm und Bad Doberan zu sehen. Ziel war es, Spenden für die Stadt zu sammeln. Die Bevölkerung wurde motiviert alle unterschiedlichen Motive des Reuter Geldes zu sammeln. Vereinzelt wurde es auch zum Tauschen und zum Geldverkehr verwendet.

Das Reutergeld wurde zu Ehren von Fritz Reuter als Notgeldserie eingeführt. 70 Städte und Gemeinden Mecklenburgs gaben es heraus. Auf der vorderen Seite waren Stadtmotive oder auch regionale oder historische Motive abgebildet, auf der Rückseite befanden sich Zitate aus den Werken Reuters. Gedruckt wurde es in Bärensprung’sche Hofdruckerei in Schwerin. Der Vertrieb wurde von der Reutergesellschaft unter Reinhold Wurst übernommen. Von 50.000 Scheinen wurden 3% in den Umlauf gebracht, die restlichen 97% wurden an Sammler verkauft. Auch die Auslieferung der Scheine erfolgte erst nach dem Ablauf der Geltungsdauer (31.5.1922).